Der Bauhafen für das Fehmarn-Projekt, wie es Anfang März 2021 aussieht. Foto: FBC
Zwei Unternehmen sind dabei, in den neu eingerichteten Maribo Business Park umzuziehen. Der Wohnungsmarkt auf Lolland nimmt Fahrt auf, Hotels und andere Unterkünfte planen Erweiterungen, Unternehmen gründen Niederlassungen in Rødbyhavn, in der Nähe der kommenden Tunnelbaustelle für die Fehmarnbelt-Querung, und es werden täglich neue Arbeitsplätze geschaffen.
Im Wasser gleich vor Rødbyhavn wächst das Fehmarnbelt-Projekt als ein sichtbarer Beweis dafür, dass etwas ganz Großes im Gange ist.
Das Megaprojekt Fehmarn-Tunnel wird in der Zeit bis zur Inbetriebnahme im Jahr 2029 einen deutlichen Fußabdruck hinterlassen, nicht nur als beeindruckendes Bauwerk, sondern auch als Projekt, das Wachstum und Entwicklung in einer bedeutenden geografischen Region schafft.
"Wir erleben bereits eine verstärkte Aktivität in der Geschäftswelt und auf dem Wohnungsmarkt als sicheres Zeichen dafür, dass das Fehmarn-Projekt ein enormer Wachstumstreiber für unsere Kommune und für die gesamte Fehmarnbelt-Region sein wird", sagt Bürgermeister Holger Schou Rasmussen, Kommune Lolland.
Viele neue Arbeitskräfte
Mit zunehmendem Tempo am Fehmarn-Projekt, steigt die Zahl der Arbeitsplätze in Rødbyhavn.
Die Konsortien Femern Link Contractors (FLC) und Fehmarn Belt Contractors (FBC) beschäftigen bereits mehrere hundert Mitarbeiter. Beide Konsortien haben Unterauftragsvereinbarungen mit lokalen Unternehmen geschlossen, die bereit sind, mehr Mitarbeiter einzustellen.
Zuletzt hat die lokale Firma Aktiv-El A/S aus Nakskov, einen Millionenauftrag für das Fehmarn-Projekt erhalten.
Der Leitende Manager des Jobcenter Lolland, Per Bech Grønning, freut sich, dass ein großer Teil der bereits im Rahmen des Fehmarn-Projekts geschaffenen Arbeitsplätze von Dänen besetzt ist.
„Wir können im Jobcenter feststellen, dass Arbeitslose bei den mit dem Projekt verbundenen Subunternehmern Anstellungen finden und dass einige auch im Zusammenhang mit dem Projekt geschult werden. Wir stehen in ständigem Kontakt mit Arbeitgebern, die Aufgaben im Rahmen des Projekts haben und nach lokalen Arbeitnehmern suchen. Der Arbeitsmarkt boomt in vielen Bereichen. Wir haben jedoch eine höhere Arbeitslosenquote als zur gleichen Zeit im letzten Jahr, was jedoch auf COVID-19 zurückzuführen ist “, sagt Per Bech Grønning.
Einzug in den Maribo Gewerbepark
Filterhersteller S.E.W. North Filtration A/S mit rund 40 Mitarbeitern etabliert sich in diesem Jahr mit einer 8.000 Quadratmeter großen Fabrik im Maribo Gewerbepark. Auch das Energieunternehmen OK a.m.b.a. hat den Weg in den neu eingerichteten Gewerbepark gefunden.
"Wir haben ein zunehmendes Interesse von dänischen und ausländischen Unternehmen am Maribo Gewerbepark, der attraktiv gelegen ist und sich in der Nähe der Autobahn und der Fehmarnbelt-Querung befindet", sagt Bürgermeister Holger Schou Rasmussen.
In der ersten Phase umfasst der Maribo Gewerbepark 21,7 Hektar, aber die Kommune Lolland prüft bereits die Möglichkeiten für eine Erweiterung um 60 Hektar.
Wohnungsmarkt erstarkt
Mehrere Hotels auf Lolland sowie andere Beherbergungsbetriebe haben angekündigt auszubauen und zu modernisieren. Dies gilt beispielsweise für das Milling Hotel Søpark in Maribo, und das Stop´n Sleep Hotel in Rødbyhavn.
Lokale Immobilienmakler berichten von geschäftigem Treiben auf dem Immobilienmarkt aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum. Die Nachfrage ist schwer zu decken, und daher wird sowohl von privater und kommunaler Seite daran gearbeitet, Unterkünfte einzurichten. Auch Wohnungsbaugesellschaften arbeiten an Plänen für Neubauten.
Internationale Schule auf Lolland
Das zunehmende internationale Interesse an Lolland hat zur Gründung einer kommunal geführten internationalen Schule in Maribo geführt.
Die „Lolland International School“ wird dieses Jahr für den Unterricht geöffnet.
„Mit einer internationalen Grundschule, in der der Unterricht auf Englisch stattfindet, richten wir uns sowohl an ausländischen Schüler, die aufgrund des Fehmarn-Projekts mit ihren Eltern hierherziehen, als auch an dänischen Schüler, die die Grundlagen für eine internationale Ausbildung legen wollen. Die Schule wird einer der Eckpfeiler eines internationalen Umfelds sein, das sich aufgrund der Fehmarn-Verbindung auf Lolland bilden wird “, sagt Bürgermeister Holger Schou Rasmussen.